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"Ein Totentanz"

Chorkonzert a cappella mit szenischer Darstellung
Konzert im Rahmen der ODYSSEY 2017 Speyer

 

Anonymus
  um 1450 
„In Gottes Namen fahren wir“ 8-stg. Chor

Hugo Distler
   1908-1942 
   „Totentanz“
mit szenischer Darstellung der 12 im Dialog gesprochenen Verse, dazu Soloflöte mit Variationen über das Lied: „Es ist ein Schnitter, heißt der Tod“ 
  4-stg.Chor
Wolfgang Stockmeier 
   1931-2015  
  „Vater unser“
  8-stg.Chor
Heinrich Lang
   1858-1919   
  „Der Friede Gottes“
 6-stg.Chor


Mitwirkende:

Julia Belitz
Soloflöte
Schauspielgruppe Günther Weiskopf
Motettenchor Speyer
Marie-Theres Brand
Leitung

Eintritt: im Vorverkauf: € 13,-
Abendkasse: € 15,-
(Abendkasse keine Ermäßigung!)

Vorverkauf: Bosslet Brillen Speyer
Tourist-Information Speyer
Reservix-Vorverkaufsstellen 

„EIN TOTENTANZ“
Chorkonzert mit dem Motettenchor Speyer und der Schauspielgruppe Günter Weißkopf

Konzert im Rahmen der ODYSSEY 2017 Speyer

Speyer steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der 500-Jahr-Feier der Reformation. Im Rahmen des Projektes ODYSSEY 2017 bietet der Motettenchor Speyer unter der Leitung von Marie Theres Brand ein a-cappella-Programm dar, welches geprägt ist von der Vergänglichkeit des Menschen, aber auch von der Hoffnung auf ein ewiges Leben im Frieden Gottes.
Zentrales Werk des Abends ist Hugo Distlers "Totentanz", Motette Nr. 2 für vierstimmigen Chor zum Totensonntag. (aus: Geistliche Chormusik op. 12).

Hugo Distler beschäftigte sich bereits seit Sommer 1932 mit dem Thema eines Totentanzspiels.
Letzten Anstoß zur Komposition im Jahr 1934 bildete vermutlich eine ihn stark beeindruckende Aufführung von Leonhard Lechners „Sprüche vom Leben und Tod“ sowie der Motette „Selig sind die Toten“ von Heinrich Schütz in der Lübecker Jakobikirche. Weitere Inspirationsquelle war der Lübecker Totentanz in der Lübecker Marienkirche, der 1701 als Kopie eines im 15. Jahrhundert entstandenen Bilderzyklus entstand.

Die Zerstörung des Lübecker Totentanzes 1942 im Zweiten Weltkrieg sollte Distler, kurz vor seinem Suizid im gleichen Jahr, noch erleben. Als Textvorlage für den 14 Chorverse umfassenden Totentanz für 4-stimmigen Chor a cappella, der die Nr. 2 innerhalb der Geistlichen Chormusik op. 12 erhielt, wählte der 26-jährige Distler Verse aus dem Cherubinischen Wandersmann des barocken Lyrikers Angelus Silesius. Die verbindend zu sprechenden 12 Verse steuerte der mit Distler bekannte Dichter Johannes Klöcking bei. Sie stellen ihrerseits eine Nachdichtung der nur noch teilweise erhaltenen Verse des mittelniederdeutschen Lübecker Totentanzes aus dem 15. Jahrhundert dar und sind dialogisch angelegt: erst der mit dem Tod hadernde Mensch, dann der Tod selbst.
Im Gegensatz zu den unerbittlich-lapidaren Sprechtexten,
in denen der Tod Menschen verschiedenen Standes und Alters zum Tanz auffordert, stehen die vielfach zart-schwebend wirkenden, kurzen Chorsätze Distlers (demgegenüber sind die umrahmenden Chorsprüche 1 und 14 etwas länger angelegt).

Die Dialoge werden von Günter Weißkopf (Sprecher „Tod“) und Mitglieder seiner Schauspielgruppe sowie Chormitgliedern gesprochen.

Die Uraufführung des „Totentanzes“ fand am 24. September 1934 in der Lübecker Katharinenkirche
statt. Für die zweite Aufführung des „Totentanzes“ (Kassel, November 1934) komponierte Distler zusätzlich kurze Variationen des Liedes „Es ist ein Schnitter, heißt der Tod“ für Flöte Solo.

Die Flöte, gespielt von Julia Belitz, wird jeweils zwischen den gesprochenen und gesungenen Versen zu hören sein.

Eingerahmt wird Distlers Totentanz von den a-cappella-Werken:
„In Gottes Namen fahren wir“- Anonymus (um 1450) / 8-stg. Chor
„Vater unser“ - Wolfgang Stockmeier (1931-2015) / 8-stg. Chor
„Der Friede Gottes“ - Heinrich Lang (1858-1919) / 6-stg. Chor

Text: Gerhard Walthaner